Das 22. Japanfest in München

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Nach einer halbstündigen, nervenaufreibenden Parkplatzsuche in der Münchner Innenstadt, hatten wir es letzten Sonntag doch tatsächlich geschafft, das 22. Japanfest im Englischen Garten zu besuchen.
Ehrlich gesagt war mir das Fest nur durch Erzählungen bekannt, weil es anscheinend DAS Treffen für alle Münchner Cosplayer, Anime- und Japanfans sein soll. Ist es anscheinend auch wirklich, denn es war brechend voll. Und das im größten Park in der Stadt!

Von Ikebana bis Ramune

Das Fest wird von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Bayern e.V., dem Japanischen Generalkonsulat und Japan Club München ausgerichtet und legt sehr viel Wert auf den kulturellen Aspekt.
Das bekam man auch gleich zu sehen, denn gleich zu Beginn breitete sich ein regelrechtes Ikebana-Meer vor unseren Augen aus. Ikebana (いけばな) ist eine Kunstform, bei der Blumen kunstvoll arrangiert werden und die Ausstellung war wirklich beeindruckend. Es entstanden sogar regelrechte “Staus”, weil die Menschen sich alle Blumen ganz genau anschauen wollten.
Neben der Ausstellung selber, gab es einen Wettbewerb und eine kleine Werkstatt, in dem man sein eigenes Arrangement stecken konnte.

Nach den ganzen Blumen ging es zu den Shodo-Ständen, von denen ich aber nur die tausend aufgehangenen, beschrifteten Kalligraphie-Blätter sehen konnte, weil der Strom an Menschen nicht abreisen wollte. Von dem ließen wir uns auch gleich weiter treiben. Vorbei an sitzende Go-Spieler hinüber zu den Kampfsportarten.
Als Bewunderer der Fechtkunst, war für mich besonders die Kendo (剣道) Darbietung beeindruckend.
Direkt gegenüber konnte man sich auch noch für den Haiku-Wettbewerb (俳句) anmelden. Diese Art von Gedichtform soll die kürzeste der Welt sein und setzt sich meistens aus drei Wortgruppen von 5 – 7 – 5 Moren (Lauteinheiten) zusammen.

Nachdem wir uns mehr oder weniger einen Überblick verschafft hatten, ging es endlich zu den Food-Ständen. An dem durften wird dann auch sage und schreibe eine 3/4 Stunde anstehen… Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt! Nicht nur, dass man während der Wartezeit schön die ganzen Cosplayer beobachten konnte, nein, das Essen war sehr lecker. Das bekannte japanische Getränk Ramune (ラムネ) wurde ebenfalls verkauft, aber nachdem ich zwei Mal gesehen hatte, wie es bei den Leuten beim Öffnen regelrecht entgegen gespritzt ist, habe ich das Sprudelgetränk sicherheitshalber nur für Zuhause gekauft.

Ein gelungeneren Sonntagsspaziergang

Mir hat besonders der kulturelle Schwerpunkt sehr gut gefallen. Bei vielen fällt zum Thema Japan hauptsächlich Sushi und Manga ein, aber natürlich ist Japan so viel mehr als das. Außerdem war es sehr schön zu sehen, dass Jung und Alt an einem Tag zusammenfinden und gemeinsam ihr Interesse für ein Land teilen, das auf der anderen Seite der Erdkugel liegt.

Für das nächste Mal würde ich mir sehr gerne mehr Platz wünschen, weil ich höchstwahrscheinlich die Hälfte an interessanten Dingen verpasst oder schlichtweg übersehen habe. Es war aber auf jeden Fall ein sehr schöner Sonntag Nachmittag und absolut den Besuch wert!

じゃあ、またね
Francy

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