Girlboss – Ein Nasty Gal startet durch

Bei der Netflix-Serie Girlboss ist der Name Programm. Protagonistin Sophia ist ein rotzfreches Mädel, das irgendwie auf alles wütend ist und nicht wirklich einen sicheren Fuß in die “Erwachsenen-Welt” setzen kann. Oder will. Sie hält nichts von Autorität, stiehlt, zahlt ihre Miete nicht – schlicht und ergreifen scheißt sie auf alles.
Doch ein glücklicher Zufall mit einer alten Lederjacke, bringt sie auf eine Idee und verändert ihr Leben grundlegend.

Ich muss ja ganz ehrlich sagen, als meine Schwester mich auf die Serie aufmerksam gemacht hat, habe ich mir die ersten 20 Minuten nur folgendes gedacht: Alter Schwede, regt mich dieses Mädchen auf!
Jeder hat mal seine trotzige Phase, aber dieses ständig motzige und respektlose Verhalten, geht einem mächtig auf den Keks. Doch dann – nach der holprigen Anfangsphase – merkt man auf einmal, dass diese Charakterart auch zum Teil etwas Gutes an sich hat.

Die wahre Geschichte dahinter

Girlboss handelt (sehr) lose von dem Leben der Unternehmerin Sophia Amoruso, die im Jahre 2006 Nasty Gal gründete. Dir sagt Nasty Gal vielleicht nichts? Mir vor der Serie auch nicht, aber es steckt eine durchaus interessante Story dahinter.

Illustration: Plixton

Es begann tatsächlich alles in San Francisco in einer kleinen Wohnung, mit einem Laptop und einem Klamottenteil, das viel zu billig in einem Secondhand-Laden hing. Sophia Amoruso fand das besagt Stück und verkaufte es lukrativ auf Ebay weiter. Somit war die Geschäftsidee geboren und eigentlich war sie damit auch die erste Influencerin, die es je gab! Vorerst konnte man ihre Vintage Klamotten über den Account Nasty Gal Vintage auf Ebay, später auf ihrer eigenen Website www.nastygal.com ergattern.

Mit Nasty Gal verdiente Sophia Millionen und hatte zu ihrem Höhepunkt ein Vermögen von ca. 280 Millionen US-Dollar. Leider war das aber nicht von allzu langer Dauer, denn mittlerweile ist Sophia als CEO zurückgetreten, Nasty Gal ist bankrott und gehört nun der Onlineshop-Firma Boohoo.com mit dem Hauptsitz in Manchester.
Was genau dazu geführt hat, warum alles den Bach runtergegangen ist, darüber spricht Sophia Amoruso nicht.

Die Inspiration zwischen Vintage Klamotten

Trotz allem ist die Serie und die wahre Story dahinter, inspirierend und unterhält einen so gut, dass man sich eine zweite Staffel gewünscht hat. Leider wird das aber nicht der Fall sein, da Netflix keine weitere Staffel rausbringen möchte. Sehr zum Bedauern von meiner Schwester und mir.
Man erkennt sich irgendwie auch selbst in der ganzen Serie. Sei es, man hat schon selber eine Gründung seines eigenes Business durchgestanden oder befindet sich mittendrin. Man hat sich tierisch über einen verkauften Artikel gefreut oder musste sich ebenfalls schon mit Käufern/Verkäufern rumschlagen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Binge Watching!
Francy

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